Stiftung zum Urwald zurück

Ein mit Mos überwachsener Stamm liegt im Wald
Erst wenn Wälder nicht aufgeforstet werden, können sie sich natürlich entwickeln.

In Österreich gibt es noch einige wirkliche Juwelen unter den Wäldern, Altbestände und Urwaldinseln mit hohem Naturschutzwert. Doch viele dieser Wälder sind klein und isoliert, und sie werden noch immer nicht gesetzlich geschützt. Dagegen dominiert die Fichtenmonokultur mit gleichaltrigen Bäumen im gleichen Abstand, wie die Zinnsoldaten oder ein Kukuruzfeld, noch dazu an Standorten, an denen die Fichte gar nicht heimisch ist. Die Folge ist, dass der Großteil der Wälder in Österreich den Klimawandel nicht überstehen wird.

Aber nicht nur das. Alte, ungenutzte Wälder sind ein Eldorado für die Insektenwelt und für Kleinlebewesen, aber auch Rückzugsgebiet für größere Wildtiere. Um die Artenvielfalt in Österreich zu bewahren und gegen die drohenden Gefahren durch den Klimawandel, die weitere Zersiedlung und den Kahlschlag zu wappnen, wäre es notwendig, sagen Expert:innen, etwa 30 % der Landfläche Österreichs außer Nutzung und unter Schutz zu stellen. Kleine, isolierte Inseln geschützter Altwälder reichen nicht aus, es muss Korridore und großflächigere Schutzgebiete geben.

Ein abgebrochener Baum mitten im Laubwald
In Urwäldern bieten umgefallene Bäume wertvolle ökologische Nischen.

Deshalb hat der VEREIN GEGEN TIERFABRIKEN (VGT) eine gemeinnützige Stiftung mit dem Namen Zum Urwald zurück gegründet. Diese hat in ihrer Stiftungserklärung unabänderlich verankert, dass alle Wälder in ihrem Besitz nicht nur unverkäuflich sind, sondern immerwährend außer Nutzung gestellt werden. Solange Österreich ein Rechtsstaat ist, sind damit diese Wälder vor dem Zugriff der Menschen sicher und können sich unabhängig entwickeln und ein Rückzugsgebiet für Wildtiere werden.

Außernutzungstellung bedeutet:

Zur Außernutzungstellung werden alle menschlichen Spuren wie Forststraßen, Zäune, jagdliche Einrichtungen und Hütten entfernt.

Erlaubt bleibt weiterhin der sanfte Besuch durch Wanderer, sofern sie keine Spuren zurücklassen.

Wollen Sie Ihren Wald für die Nachwelt erhalten oder der gemeinnützigen Stiftung helfen, die Natur in Österreich zu bewahren? So können Sie Ihre Grundstücke überschreiben oder in Ihrem Testament der gemeinnützigen Stiftung vermachen.

Ebenso sind Spenden und Patenschaften natürlich willkommen. Je mehr Geld die gemeinnützige Stiftung erhält, desto mehr Wälder kann sie aus der Nutzung freikaufen.